Digitaler Produktpass für Bauprodukte
Gebäudetransparenz, ESG-Anforderungen und Ausschreibungen effizient erfüllen.
TL;DR – Kurzgefasst:
- Pflicht ab: Erwartet ab 2028+ (abhängig von Produktspezifikation & BauPVO-Integration)
- Betroffen sind: Hersteller, Importeure, Bauzulieferer
- Gilt für: Ausgewählte Bauprodukte gemäß ESPR- und Bauprodukte-Regelungen
- Kernpflichten: Digitaler Produktpass + technische Leistungsdaten + Materialinformationen + Umwelt- & Nachhaltigkeitskennzahlen + elektronischer Zugriff
Warum betrifft der DPP die Bauproduktebranche?
Der DPP schafft Transparenz über:
- CO₂-Intensität und Umweltwirkungen
- Materialzusammensetzung und Recyclinganteile
- Technische Leistungsdaten
- BIM- und Ausschreibungsfähigkeit
Damit werden nachhaltige Gebäudeprojekte mess- und nachweisbar.
Wer ist genau betroffen?
Betroffen sind:
- Hersteller von Zement, Beton, Stahl, Dämmstoffen
- Fenster-, Fassaden- und Systemanbieter
- Importeure von Bauprodukten
- Großhändler mit Eigenmarken
Alle Akteure, die Bauprodukte in der EU in Verkehr bringen.
Welche DPP-Pflichten gelten für Bauprodukte?
Kurzübersicht
Rechtsgrundlage
- ESPR (EU 2024/1781) – Rahmen für den Digitalen Produktpass
- Neue BauPVO (EU 2024/3110, ab 08.01.2026) – Integration von DPP-Elementen
- EU-Taxonomie & Level(s) – CO₂- und Nachhaltigkeitsanforderungen
Typische Pflichten
- Produkt-ID und Normkonformität (CE-Kennzeichnung)
- Umweltproduktdatenblatt (EPD) verlinken
- CO₂-Fußabdruck pro Tonne/m³
- Materialzusammensetzung + Recyclinganteil
- Technische Leistungsdaten (Festigkeit, Wärmedurchgang)
- BIM-Daten (IFC, Revit)
Welche Daten muss der Produktpass enthalten?
Mindestdaten (Bare Minimum)
- Produktname + CE-Kennzeichnung
- Hersteller, Werk, Charge
- Normbezug (EN/DIN)
- CO₂-Wert oder EPD-Referenz
- Technische Kernkennzahlen
Empfohlene Zusatzdaten (Mehrwert & Sicherheit)
DPP Daten-Checkliste Bauprodukte
Ab wann gilt das?
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Vorbereitung starten
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den Marktzugang sichern
Echte Mehrwerte eines Produktpasses für Bauprodukte
Bare Minimum (Pflicht)
- EPD + CO₂-Werte
- Normkonformität
- Materialdaten
- QR-Code
Mehrwerte (Chance)
Typische Herausforderungen in der Bauproduktebranche
- Werksspezifische EPD-Daten
- Komplexe Normlandschaft
- Unterschiedliche BIM-Reifegrade
- Mehrstufige Lieferketten
- Projektspezifische Rezepturen
Unser Lösungsvorgehen
1. Portfolio-Analyse: DPP-relevante Produkte identifizieren
2. Aufbau eines DPP-Datenmodells (ERP → BIM → Ausschreibung)
3. Pilotprojekt mit Kernprodukten
4. Skalierung & Rollout
Der DPP für Bauprodukte: rechtzeitig startklar werden
Der Digitale Produktpass funktioniert nur mit strukturierten Daten. Oft ist ein PIM-System (Product Information Management) die notwendige Voraussetzung, um Daten aus ERP und Produktion automatisiert bereitzustellen.
Wir unterstützen Sie bei dieser System-Integration.