Digitaler Produktpass – Weitere Branchen im Überblick
Gebäudetransparenz, ESG-Anforderungen und Ausschreibungen effizient erfüllen.
TL;DR – Kurzgefasst:
- Pflicht ab: voraussichtlich ab 2026 (Eisen & Stahl priorisiert im ESPR-Arbeitsplan)
- Betroffen sind: Stahlhersteller, Weiterverarbeiter, Importeure, Bau- & Systemanbieter
- Gilt für: Eisen- und Stahlprodukte (konkretisiert über delegierte Rechtsakte)
- Kernpflichten: Digitaler Produktpass vorhanden + CO₂-Intensität & Recyclinganteil dokumentiert + Produktions- & Materialdaten enthalten + maschinenlesbarer Zugang (z. B. QR-Code)
Warum betrifft der DPP mehrere Branchen?
Die EU verfolgt mit dem Green Deal das Ziel einer klimaneutralen und kreislauforientierten Wirtschaft.
Der Digitale Produktpass schafft Transparenz über:
- Materialzusammensetzung
- CO₂-Fußabdruck
- Reparierbarkeit
- Recyclingfähigkeit
- Lieferketten
Die Einführung erfolgt schrittweise über produktgruppenspezifische delegierte Rechtsakte im Rahmen der ESPR (EU 2024/1781).
Weitere DPP-relevante Branchen (Auswahl)
Neben priorisierten Produktgruppen sind perspektivisch auch folgende Branchen betroffen:
Verpackungen & Kunststoffprodukte
- Materialarten
- Recyclinganteile
- Rezyklat-Nachweis
Maschinen & Industrieprodukte
- Material- und Ersatzteilinformationen
- Reparaturfähigkeit
- Energieeffizienz
Automobilzulieferer
- Materialherkunft
- CO₂-Intensität
- Kreislauffähigkeit von Komponenten
Haushaltsgeräte
- Energieverbrauch
- Ersatzteilverfügbarkeit
- Lebensdauerangaben
Chemische Produkte (teilweise reguliert)
- Stoffzusammensetzung
- Sicherheits- und Umweltinformationen
Die konkrete Priorisierung hängt von Umweltwirkung, Ressourceneinsatz und Marktvolumen ab.
Typische DPP-Anforderungen (branchenübergreifend)
Unabhängig von der Branche werden voraussichtlich folgende Kernanforderungen gelten:
Ab wann gilt der Digitale Produktpass?
- UESPR in Kraft seit Juli 2024
- Battery‑Passport ab 18.02.2027
- Erste delegierte Rechtsakte voraussichtlich ab 2027
- Weitere Branchen folgen schrittweise bis 2030
Die konkreten Stichtage hängen von delegierten Rechtsakten je Produktgruppe ab.
Strategischer Vorteil statt reiner Compliance
Unternehmen, die frühzeitig auf DPP-Strukturen setzen, profitieren von:
Der Digitale Produktpass: rechtzeitig startklar werden
Der Digitale Produktpass funktioniert nur mit strukturierten Daten. Oft ist ein PIM-System (Product Information Management) die notwendige Voraussetzung, um Daten aus ERP und Produktion automatisiert bereitzustellen.
Wir unterstützen Sie bei dieser System-Integration.